Sonntag, 23. April 2017

Interview mit den Jungs aus dem Men’s Club



Interview mit den Jungs aus dem Men’s Club





Ich durfte den Jungs aus dem Men’s Club BLACK DESIRE vom Buch "Angel's Guardian" ein paar Fragen stellen. Den Kontakt zu den süßen Jungs hat die Autorin Madison Clark hergestellt, danke dafür :-)
Ich wünsche euch viel Spaß und ich freue mich sehr über Kommentare und Anmerkungen.

Sean, Tyler, Angel, Gabriel, Finn und Matt, ihr seid ja schwer beschäftigt und gar nicht ans Telefon zu bekommen, wie mir euer Sekretär Sam launisch sagte. Umso mehr freue ich mich euch heute hier begrüßen zu können. Nicht nur ich, sondern auch die anderen Leser möchten euch gerne besser kennenlernen. Daher habe ich mir ein paar Fragen überlegt. Habt ihr Lust drauf?

Tyler: Na, und wie … mein Brüderchen erzählt schon die ganze Woche von nichts anderem.
Sean: (seufzt) Schließe nicht von dir auf andere. Er ist aufgeregter als wir alle zusammen. Wie du ja weißt, wenn er nervös ist, würde ich ihn wahnsinnig gerne zur Adoption freigeben. Entschuldigung, wo bleiben nur meine Manieren. Ich spreche im Namen der Jungs. Natürlich freuen wir uns herzlich, heute bei dir auf dem Blog Gast sein zu dürfen.
Finn: Ich bin noch nie interviewt worden. (grinst frech)
Henry: bellt und hüpft von Angel’s Schoss.
Angel: Nicht schon wieder. Sorry, bin gleich wieder da.
Gabriel und Matt sehen sich an und lachen.

Dann fangen wir mal an. Der Klassiker zum Aufwärmen. Wie geht’s Euch?

Angel: (rennt Henry hinterher, der gerade eine Zimmerpalme entdeckt hat und damit spielen will) Nein! Henry! Aus! Wir hatten ausgemacht, dass du dich heute benimmst. Spielen kannst du später. (Schnappt sich Henry, kommt zurück und setzt sich mit Henry auf dem Schoss wieder neben Gabriel, der leise kichert und Henry über den Kopf wuschelt) Sorry. Mir geht’s gut. Gabriel ist das Beste, was mir bisher passieren konnte und ich gebe ihn nicht mehr her. (sieht Gabriel verträumt an)
Gabriel: Aber vieles ist auch dein Verdienst. Angel und mich gibt es nur noch im Doppelpack. Ich bin so glücklich wie noch nie. Ich denke, das sagt alles. (lächelt)
Tyler: (lacht) Cool hast du es hier. Solange es meine zwei Brüdern und Matt und Finn hier sind, geht’s mir immer gut.
Danke. Ich gebe mir große Mühe. (zwinkert)
Sean: Es war zwar in letzter Zeit ein wenig stressig, aber die Mühen haben sich gelohnt.
Matt: Ich kann ja nur für mich sprechen und muss sagen, die letzten Monate waren sehr ereignisreich. Liegt auch ein wenig an Tyler. (zwinkert Tyler zu)
Okay das freut mich, dass es allen gut geht. Dann kommen wir zu Frage 2.


Drei Begriffe, die Dich beschreiben?

Angel: Das ist schwer. Ich versuch es mal. Zurückhaltend, sensibel und neugierig. Wobei ich bei meinen Sachen im Alltag immer noch sehr unsicher bin.
Gabriel: Ich würde sagen charmant, selbstständig, ehrgeizig und manchmal sehr starrköpfig. Okay. Das sind vier Begriffe (lacht)
Sean: Ehrgeizig, engagiert und ein guter Zuhörer. Aber das Wichtigste für mich ist das Wohlergehen meiner Jungs. Ich bin wohl so etwas wie ein väterlicher Freund.
Finn: Oh ja, das Letzte trifft es ganz genau. (haucht Sean einen Kuss auf die Wange) Aber er kann auch so schön schüchtern sein, wenn er will. (grinst frech). Dann mal zu mir. Die Frage ist echt gemein. Wie soll ich mich denn selbst beschreiben?
Tyler: Ist doch ganz einfach. (knufft Finn in den Oberarm)
Finn: Dann versuch du es doch. (sieht Tyler herausfordernd an)
Tyler: Ich bin witzig, schlagfertig, sarkastisch.
Matt: (schüttelt amüsiert den Kopf) Manchmal ist er auch ganz schön sorglos.
Tyler: Jetzt werd nicht frech auf den billigen Plätzen! (küsst Matt auf die Wange)
Matt: Ich würde mich als charmant, aufmerksam und zielstrebig beschreiben.
Tyler: Manchmal ist er aber auch ganz schön versaut (zwinkert Matt zu und geht in Deckung, bevor er ihm eine Kopfnuss verpassen kann)
Finn: Oh, dann darfst du mir gerne später mehr davon erzählen. Ich muss doch wissen, mit was ich ihn in nächster Zeit aufziehen kann.
Tyler: Wird gemacht.
Sean: (Seufzt) Jungs, jetzt reißt euch mal am Riemen. Das ist ja peinlich.
Gabriel und Angel kichern. Henry bellt.
Matt (schüttelt den Kopf) murmelt: „Das hat noch ein Nachspiel.“
So Finn. Jetzt fehlt nur noch deine Antwort.
Finn: Ach ja, da war ja was. Und ich weiß es immer noch nicht.
Sean: Aber ich. Er ist frech, kindisch und Fremden gegenüber immer sehr misstrauisch.
Ich sehe, ihr seid euch einig. Dann kommen wir auch schon zur nächsten Frage.


Was treibt Euch denn auf die Palme?

Gabriel: Das ist leicht. Wenn jemand Angel etwas tun will und ich daneben stehen muss und nicht helfen kann. Da werde ich zum Tier. (lächelte Angel liebevoll an)
Angel: (streichelt Henry und lehnt sich mit dem Kopf an Gabriels Schulter) Bei mir ist es genauso. Wenn jemand Gabriel etwas tun würde. Aber nicht nur ihm. Egal, wenn jemand Hilfe braucht und ich nicht helfen kann. Meinen süßen Liebling Henry inbegriffen.
Sean: Eindeutig Tyler. (sieht ihn von der Seite an und grinst verschlagen)
Tyler: Das ist ja mal wieder typisch. (streckt Sean die Zunge raus). Ich sage nur Sean.
Finn: (lacht) Bei mir sind es Arschlöcher, die andere wie Dreck behandeln.
Matt: Da schließe ich mich den anderen an. Hilflose zu drangsalieren ist das Letzte.


Was bezeichnet Ihr als Euer besonderes Talent?

Angel: Meine Kochkünste.
Sean: Mein Gespür für Menschen. Bisher lag ich nie falsch.
Finn: Dass ich mich immer wieder in Schlammassel bringe.
Tyler: Meine frechen Sprüche.
Matt: Dass ich dem Recht auf der Spur bin.


Wie war es denn für Euch, als ihr im Februar zum ersten Mal ins Rampenlicht getreten seid? Der Erfolg hat sicherlich nicht nur Euch, sondern auch Madison komplett überrascht, oder?

Angel: Ich war so was von überwältigt. Ehrlich gesagt, hätte ich nie damit gerechnet. Zuerst wollte ich ja nicht auf das Cover, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und muss sagen, es gefällt mir super gut.
Gabriel: Na, nicht so bescheiden, mein Süßer. (lacht) Du bist doch der Magnet schlechthin. Da hatte Madi einen verdammt guten Riecher. So viele haben jetzt schon das Cover bewundert und es besonders in ihren Rezensionen hervorgehoben.
Finn: Da hat Gab recht (zwinkert Gabriel zu). Du bist ja schon rattenscharf, aber das Cover ist einfach genial. Die Jungs in der Schule wollten mir ja erst gar nicht glauben, dass das Buch so toll ankam. Erst, als sie es selbst schwarz auf weiß im Internet sahen. Die runterklappenden Kiefer waren das Gespräch des Tages.
Henry bellt wieder und hüpft von Angels Schoss. Angel beobachtet ihn mit Argusaugen, aber Henry legt sich nur vor seine Füße.
Tyler: Madi rafft es doch bis heute nicht. Wir mussten sie sogar anbinden, damit sie nicht davonfliegt. Schließlich muss sie noch mehr über uns schreiben. (lacht frech … hab ihr sogar schon ein paar Ideen zugeflüstert)
Sean: Den Erfolg hat Madison verdient. Dass sie mit uns auf Platz 31 in den Top 100 gelandet ist … und das eine ganze Woche, hat sie selbst sehr überrascht. Einige Zeit wurde das Buch sogar als Bestseller geführt. In den Kategorien Romantische Literatur für Homosexuelle und in Jugendbücher und Liebesgeschichten hält sich das Buch konstant. Ich bin mächtig stolz darauf.
Matt: Ehrlich gesagt bin ich nicht so der Typ, um mich in der Öffentlichkeit zu suhlen. Doch auch mir gefällt es. Wie sagte ich einen Tag nach der Veröffentlichung … Unverhofft kommt oft. Ich denke mir, von Madison wird noch eine Menge kommen.
Gabriel: Die drei Kurzgeschichten waren ja auch erst der Anfang. Ich hoffe nur, dass Madi in den Fortsetzungen mit uns nicht allzu dramatisch ist. Da flattern mir wieder die Nerven.
Sean: Du kennst doch Madison. Sie hat jede Menge Überraschungen für uns parat. (grinst frech)


Ja, das sehe ich auch so. Ich freue mich genauso auf weitere Geschichte von euch. Dann kommen wir zur 6. Frage. Wie sieht für Euch ein perfekter Tag aus?

Gabriel: Mit Angel und Henry an einem See spazieren gehen und anschließend ein Picknick.
Angel: (sieht Gabriel verträumt an und gibt ihm einen Kuss auf den Mund, den Gab erwidert). Am besten machen wir vorher noch die Straße mit meinem Flitzer unsicher.
Gabriel: Na, das sowieso.
Sean: Für mich wäre das ein Tag, wo keiner mir mit blöden Sprüchen um die Ecke kommt und ich einfach ganz in Ruhe entspannen kann. Am liebsten mit einem Buch auf der Liege am Pool.
Finn: Hallo? (Finn fuchtelt mit den Händen vor Seans Gesicht herum, der sie genervt wegschlägt). Du hast mich in deinem Traum vergessen?
Sean: (grinst frech) Keine Sorge, dich kann ich nicht vergessen. (zwinkert) Ich habe gesagt … Zitat: wo keiner mit blöden Sprüche um die Ecke kommt … Zitat ende. Das gilt übrigens auch für dich Tyler.
Tyler: Hey, ich habe doch gar nichts gemacht. (mokiert sich gespielt)
Sean: Glaub mir, ich kenne dich nur zu gut. Ich sehe schon von Weitem, wie dein Gehirn rattert. Aber ich ergänze meine Antwort. Natürlich mit Finn schön gemütlich kuscheln.
Finn: Geht doch. (lacht siegessicher). Mein perfekter Tag wäre, keine Hausaufgaben zu machen und einfach mit Sean in den Tag hineinleben, ohne Störungen. (schielt zu Tyler und streckt ihm die Zunge raus)
Tyler: Weißt du Helli, du kannst echt gemeine Fragen stellen.
Warum? (lacht)
Tyler: Weil ich es nicht weiß. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn Matt bei mir im Club vorbeikommt und wir nebenher noch herumalbern können.
Matt: Warum wusste ich, dass so was kommt.
Tyler: Weil du mich kennst. (zwinkert)
Matt: (verdreht die Augen und wirft Sean einen vielsagenden Blick zu). Ich bin schon zufrieden, wenn mein Tag nicht zu stressig ist und ich Zeit für Tyler finde.


Das klingt alles nach einem schönen und perfekten Tag. Dann kommen wir jetzt zur letzten und alles entscheidenden Frage. Erzählt mir doch, was war die beste Entscheidung in Eurem Leben?

Gabriel: Zum einen den Job im Club angenommen zu haben. Das war eindeutig die beste Entscheidung meines Lebens. So habe ich die Jungs alle kennengelernt. Wir sind seitdem die besten Freunde. Aber auch, dass ich es zugelassen habe, dass mir Tyler den Kopf wäscht, als ich von Angels Vergangenheit erfuhr.
Tyler: Glaub mir, das mache ich immer wieder, wenn du Sturkopf nicht hören willst. (grinst)
Gabriel: Keine Sorge. Ich habe meine Lektion gelernt. (greift nach Angels Hand und drückt sie fest)
Angel: Ich kann die Frage gar nicht wirklich beantworten. Ich bin froh, dass ich Sean von Anfang an vertraut habe. Bisher hat er immer recht behalten.
Sean: Ich gebe zu, dass ist eine schwierige Frage. Ich würde sagen, dass ich den Club übernommen habe. Okay, anfangs hatte ich mich gesträubt, doch inzwischen bin ich froh diesen Schritt gemacht zu haben und bisher habe ich ihn nicht ein einziges Mal bereut.
Finn: Das ich Seans Einladung zum Essen angenommen habe. Zuerst wollte ich ja nicht.
Sean: Aber zum Glück blieb ich stur, wie so oft.
Tyler: Meine beste Entscheidung war es mit meinem Bruder von zu Hause auszuziehen.
Matt: Ich denke, bei mir war es die Entscheidung, doch über meinen Schatten zu springen und das Essen mit Tyler zu genießen. Erst da habe ich eigentlich so richtig gemerkt, wie dumm ich war. Das wird so nie wieder passieren. Tyler ist und bleibt das Beste, was mir bisher passiert ist.


Vielen Dank für die tollen Antworten und die Geduld, sie zu beantworten ;) Grüßt mir Madison, wenn Ihr sie wieder seht.
(Sean lächelt) Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Und klar, machen wir gerne. Madison wird sich sicher freuen.


Das Interview führte Bettina von Helli’s Bücher-Land
April 2017





Kommen wir nun zum Gewinnspiel…beantwortet bitte folgende Frage:

Mit welchen der Jungs hättet ihr gern ein Interview geführt?


Um einen der unten aufgeführten Preise zu gewinnen, müsst ihr jeden Tag die Frage zum jeweiligen Beitrag beantworten und euch die Antwort notieren. Am Ende (sprich am 24.04.2017) schickt ihr eure Antworten bis Mitternacht mit dem Betreff „Blogtour Angel’s Guardian“ an folgende Emailadresse: soul-of-dragon@gmx.de
Damit landet ihr im Lostopf.

1. Platz – signierte Taschenbuchausgabe mit Lesezeichen

2. Platz – eBook „Angel’s Guardian“ (mobi oder epub)

3. Platz – signiertes Lesezeichen von „Angel’s Guardian“


Teilnahmebedingungen: Ab 18 Jahre – kein Ersatz bei Verlust auf dem Postweg – der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Persönliche Daten werden nur für die Verlosung verwendet. Gewinn nur möglich mit Postanschrift innerhalb Deutschlands und Österreich.

Dienstag, 18. April 2017

Blogtour Angel's Guardian von Madison Clark



Blogtour Angel's Guardian von Madison Clark



Von mir bekommt ihr heute einen Einblick zu den Themen Bisexuelle, Schwule und Lesben.

Was versteht man unter Bisexuelle/Bisexualität? 

Als Bisexualität (eigentlich „Ambisexualität“, nach der lateinischen Vorsilbe bi- für „zwei“) bezeichnet man die sexuelle Orientierung oder Neigung, sich sowohl zu Frauen als auch zu Männern emotional oder sexuell hingezogen zu fühlen. Als Kurzform ist das Adjektiv bi gebräuchlich. Es werden in der Regel nur solche Menschen als bisexuell bezeichnet, die mit Männern und Frauen sexuelle Beziehungen oder Partnerschaften einzugehen bereit sind, obwohl dies keinerlei Aussage über das Vorhandensein dieser Orientierung macht.

Begriffswandel:

Als Bisexualität wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts das Vorhandensein von zweierlei Geschlechtsmerkmalen an einem Individuum betrachtet, was man heute als Hermaphroditismus, Zwittertum oder Intersexualität einordnen würde. Die These der konstitutionellen Bisexualität geht darüber hinaus davon aus, dass dies der normale Entwicklungsprozess der menschlichen Sexualität und Geschlechtsentwicklung sei. Jede Anlage sei vorhanden; in der Regel würde sich jedoch ein binäres Geschlechtsmerkmal weiterentwickeln, während das andere rudimentär vorhanden bleibe. Für den Menschen werden die Geschlechtschromosomen (Gonosom) als für diese Entwicklung bestimmende Erbanlage von der Genetik angesehen.
Dieses entwicklungsbiologische Begriffsverständnis wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts von einer Auffassung verdrängt, die sowohl in der Wissenschaft als auch in der Umgangssprache eine sexuelle bzw. erotische Ausrichtung beschreibt. Infolge der patriarchalen Grundlage und Strukturen vieler vormoderner Gesellschaften sind verlässliche historische Aussagen oft auf die Sexualität von Männern beschränkt. Eine literarische Bewegung, die weibliche Interessen widerspiegelte, entstand erst später. Die Liebe zwischen zwei Freundinnen bildete dabei eines der populärsten Themen. Manifeste sexuelle Beziehungen blieben aber wegen ihrer gesellschaftlichen Anstößigkeit grundsätzlich ausgespart. Stattdessen war romantisierend zum Beispiel im Europa des 18. Jahrhunderts von der Freundschaft oder „Seelenverwandtschaft“ zwischen zwei Frauen die Rede, die auch durch die Heirat mit einem Mann nicht unterbrochen werden konnte. Etwas anders verhielt es sich in der arabischen Welt, wenn die Lebenswelt von Frauen ausnahmsweise einmal in den Fokus der Literatur geriet.

Sigmund Freud stellte 1915 die These auf, dass die ursprüngliche Anlage des Menschen bisexuell sei.
„Der Psychoanalyse erscheint […] die Unabhängigkeit der Objektwahl vom Geschlecht des Objektes, die gleich freie Verfügung über männliche und weibliche Objekte, wie sie im Kindesalter, in primitiven Zuständen und frühhistorischen Zeiten zu beobachten ist, als das Ursprüngliche, aus dem sich durch Einschränkung nach der einen oder der anderen Seite der normale [d. h. heterosexuelle] wie der Inversionstypus [d. h. der homosexuelle] entwickeln. Im Sinne der Psychoanalyse ist also auch das ausschließliche sexuelle Interesse des Mannes für das Weib ein der Aufklärung bedürftiges Problem und keine Selbstverständlichkeit […]“
Freud hat sich allerdings nie klar zu den Ursachen dieser „Einschränkung“ geäußert. In anderen Schriften, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ödipuskomplex, scheint er Heterosexualität als eine ursprüngliche Anlage zumindest des Mannes, Homosexualität dagegen als eine durch bestimmte familiäre Konstellationen verursachte Abweichung anzunehmen. Noch bis in die siebziger Jahre hinein wurde von vielen Psychoanalytikern die Bisexualitätsthese nicht diskutiert und Homosexualität als psychische Krankheit angesehen.

Was versteht man unter Schwul/Homosexualität? 

Das Wort schwul ist das weitestverbreitete deutsche Synonym für homosexuell und bezeichnet üblicherweise die männliche Homosexualität. Immer häufiger wird es im öffentlichen Sprachgebrauch und in der Schriftsprache verwendet, in einigen Wörterbüchern ist es als umgangssprachlich und als Eigenbezeichnung markiert. Vor allem in der Vergangenheit wurde es auch für weibliche Homosexualität verwendet. Heute wird für diese meist das Adjektiv lesbisch benutzt. Mit schwul wird häufig auch bezeichnet, was charakteristisch für Schwule und deren Interessen bestimmt ist oder was diesen zugeordnet wird. (Beispiele: „schwule Zeitschrift“, „schwule Bar“ „schwules Lokal“, „schwule Sauna“). In diesen Zusammenhängen hat der Begriff vor allem einen kulturellen bzw. gesellschaftlichen Bezug und ist nicht auf einen sexuellen Kontext begrenzt.
Durch Substantivierung existiert als Personenbezeichnung Schwuler (der Schwule) und als Zustand das Schwulsein sowie die eher selten verwendete Schwulheit. Verben, die sich von schwul ableiten, werden vor allem in der Schriftsprache selten verwendet.
Vor allem in der Jugendsprache findet sich schwul inzwischen auch als allgemein abwertendes Adjektiv für Gegenstände und Sachverhalte, die keinen direkten Bezug auf Homosexualität oder vermeintliche Unmännlichkeit haben. Diese Verwendungen mit negativer Konnotation können sich vor allem bei ungeouteten oder erst vor kurzem geouteten Jugendlichen hemmend oder negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken, manche lehnen auch den Begriff aus diesem Grund als Selbstbezeichnung ab. Der Duden empfiehlt, diese diskriminierende Verwendung auch in der Umgangssprache zu vermeiden, und Menschen, die sich gegen Diskriminierung und Homophobie einsetzen, thematisieren dies jetzt vermehrt.
Schwul wird mit gay ins Englische übersetzt. In der Gegenrichtung ist zu beachten, dass gay Lesben eher mit einschließt, als dies in der deutschen Sprache der Fall ist. Beispielsweise ist die englische Bezeichnung „gay women“ korrekt, und Begriffe wie „Gay Pride“ und „gay people“ beziehen sich nicht nur auf Schwule, sondern auch auf Lesben.

Der Schweizer Politiker Moritz Leuenberger sprach 2001 in seiner damaligen Funktion als Bundespräsident beim Christopher Street Day in Zürich:
„Ihrer Beharrlichkeit ist es zum Beispiel zu verdanken, dass ich heute die Worte ‚schwul‘ oder ‚lesbisch‘ viel leichter über die Lippen bringe. In meiner Jugend waren dies obszöne Schimpfworte, und ich wunderte mich später darüber, dass Sie sich nicht einen anderen, weniger belasteten Namen geben.
Heute muss ich Sie dazu beglückwünschen. Sie sind auf diese Weise zwar den schmerzlicheren Weg gegangen; aber Sie haben etwas in Bewegung gebracht.
Sie haben Schimpf und Schande auf sich genommen, aber Sie sind daran, die Worte ‚schwul‘ und ‚lesbisch‘ salonfähig zu machen (salonfähig waren sie zwar noch rasch einmal; ich meine inhaltlich akzeptiert). Sie hätten auf eine politisch korrekte Bezeichnung ausweichen können – etwas Lateinisches oder Griechisches vielleicht? [Es folgen Beispiele der Euphemismus-Tretmühle]“
– Moritz Leuenberger: Christopher Street Day in Zürich, 2001

Was versteht man unter Lesben/Lesbisch? 

Das Adjektiv lesbisch (Substantiv: Lesbe, heute selten verwendet Lesbierin), eigentlich „zu Lesbos gehörig“, bezeichnet üblicherweise homosexuelle Frauen. Die wissenschaftliche Bezeichnung „homosexuell“ wird von vielen gleichgeschlechtlich orientierten Frauen wegen der Reduktion ihrer Empfindungen auf Sexualität abgelehnt, da lesbische Lebensweise neben Sexualität auch die emotionale Zuwendung sowie den Wunsch nach partnerschaftlicher Bindung beinhalte oder beinhalten könne.

„Lesbisch sein“ in der heutigen Trivialkultur

Seit den 1990er Jahren werden lesbische Frauen auch in Filmen und Serien dargestellt. Beispiele hierfür sind Fernsehserien wie Dark Angel (2000–2002) mit der Figur Original Cindy, Queer as Folk (2000–2005), Berlin, Berlin (2002–2005) mit Rosalie, der besten Freundin der Hauptfigur Lolle, Friends (1994–2004) mit mehreren lesbischen Figuren, unter anderem Ross' Ehefrau Carol, die sich in ihre beste Freundin verliebt, oder Ellen (1994–2001) mit der Schauspielerin Ellen DeGeneres, die sich gleichzeitig mit ihrer Serienfigur Ende der 1990er Jahre outete. Mit The L Word – Wenn Frauen Frauen lieben, das 2006 im deutschen Fernsehen anlief, gibt es eine vollständig lesbische Serie. Dennoch sind Lesben im Fernsehen nach wie vor Sonderfiguren. Die meisten von ihnen sind jung, entsprechen etablierten Schönheitsidealen und sind beruflich erfolgreich.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lesbisch

Sonntag, 9. April 2017

Das Lied der Sturmvögel von Anna Levin



Das Lied der Sturmvögel von Anna Levin





Autor: Anna Levin
  ISBN: 978-3442380978
 Einband: 384 Seiten
9,99 €
Verlag: Blanvalet


Buch:

  Man sieht nur mit dem Herzen gut ... Die Journalistin Lisa Freiberg führt in Berlin ein aufregendes Leben. Doch als ihre beste Freundin stirbt, fällt ihre Welt in sich zusammen. Völlig verzweifelt flieht sie in die Ferne. In der farbenprächtigen Natur Madeiras hofft sie, ihren Frieden wiederzufinden. Eines Tages begegnet sie auf einer ihrer Wanderungen einem alten Mann, der einsam am Fuße der Berge lebt und malt. Hermingo ist blind, doch dank seines fotografischen Gedächtnisses kann er seine Erinnerungen wieder zum Leben erwecken. Mit ihm taucht Lisa in seine tragische Vergangenheit ein und findet dabei den ihr vorbestimmten Weg - und die Liebe.

Autor:

  Anna Levin schreibt Geschichten, seit sie denken kann. Bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte, war sie im medizinischen Bereich tätig. Seit vielen Jahren treiben sie ihre Neugier und Sehnsucht immer wieder in ferne Länder, wo sie sich besonders für andere Kulturen und deren prähistorische Vergangenheit interessiert. Außerdem schreibt sie unter einem anderen Pseudonym erfolgreich historische Romane. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden Deutschlands.

Meinung:

  Nach „Im Schatten des Flammenbaums“ musste ich unbedingt ein weiteres Buch aus der Feder von Anna Levin lesen. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Anna Levin hat eine Gabe, sie projiziert Bilder im Kopf, was dem bezaubernden Schreibstil zu verdanken ist.
Dieses Mal entführt sie uns nach Madeira, der portugiesischen Blumeninsel des Atlantiks.

Lisa die ihre innere Ruhe wieder finden möchte nach einem Schicksalsschlag und gekündigtem Job, reist nach Madeira. Dort findet sie sie langsam aber auch einen besonderen Menschen, Hermingo, den blinden Maler und Korbflechter. Doch er verbirgt ein Geheimnis. Aber Lisa wäre nicht Lisa, wenn sie nicht dahinter kommen möchte… 

Der Autorin ist eine wunderbare Geschichte eingefallen, die nicht nur eine einfache Geschichte ist, sondern sie zeigt auch dem Leser wie besonders die Insel ist und welche Natur eingezogen ist und damit Probleme eingehergehen, wie die der Sturmvögel, aber auch wie die Ranger um diese wunderbaren Vögel kämpfen. Wie die Natur durch Brände bedroht wird und was man dagegen unternimmt.

Durch die projiziert Bilder im Kopf konnte ich mir ein genaues Bild von der Insel und deren Bewohner mache, was dazu führt, dass ich unbedingt diese Insel mal besuchen möchte.

Fazit:

  Wer die Blumeninsel  besuchen möchte, ist bei dieser Lektüre genau richtig. Ein Abenteuer der besonderen Art, gespickt mit Geheimnissen, Humor, Streit und Liebe. 

Meine Bewertung:

  Ich vergebe           ★★★★★

©Helli's Bücher-Land